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Der "linke Radikalismus", die Kinderkrankheit im Kommunismus

Wladimir Iljitsch Lenin

Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus

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Der Grat zwischen Opportunismus und Sektierertum ist in der revolutionären Politik immer sehr schmal. Nicht wenige scheitern daran, dass sie das Verhältnis von revolutionärer Taktik und Strategie verwechseln oder gar falsche programmatische Schlussfolgerungen aus einer scheinbar radikalen Haltung ziehen. Die Erfahrungen der internationalen Arbeiterbewegung sind von unschätzbarem Wert, um eine Orientierung für revolutionäre Politik zu finden.
Gerade heute stellt sich oft die Frage, wie und in welchen Bündnissen politische Kräfte zusammenarbeiten – in betrieblichen und gewerkschaftlichen Kämpfen und im Widerstand gegen Rechts. In den frühen Jahren der Kommunistischen Internationale wurde eine lebendige Debatte um diese und weitere Fragen geführt. Nicht wenige Teile der jungen Kommunistischen Parteien, die nach 1917 entstanden, schlugen in ihrer Ablehnung der Anpassung der reformistischen Parteien zu weit nach links aus. Ihre Politik, aber auch die Fehler, die die Bolschewiki selbst begangen haben, unterzog Lenin in dieser Schrift einer grundlegenden Kritik. Auf dieser Grundlage konnten die anderen Parteien der Kommunistischen Internationale ihren Kurs korrigieren.

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