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SAV und CWI

2007 begann die tiefste Finanz- und Wirtschaftskrise des Kapitalismus seit 80 Jahren. Weltweit wurden Millionen Arbeitsplätze vernichtet, die soziale Absicherung vieler Familien zerstört und noch mehr Menschen in Armut gestürzt.

Die Krise ist nicht vorbei. Auch einen Zusammenbruch des Euro werden die Herrschenden mit ihrer pro-kapitalistischen Politik auf Dauer nicht verhindern können. Was weitere verheerende Folgen für die Volkswirtschaften und den Lebensstandard der Bevölkerung haben wird.

Die Krise wird Deutschland ebenfalls früher oder später mit voller Wucht treffen. Aber schon jetzt ist die Bundesrepublik das Land der arbeitenden Armen, mit einem immensen Niedriglohnsektor und Reallohnverlusten über viele Jahre.

Gleichzeitig wächst die Angst vor neuen Kriegen – im Nahen Osten, im pazifischen Raum, aber auch in Europa und anderswo. Zudem nimmt die Zerstörung der Umwelt immer bedrohlichere Formen an. Während die Kapitalisten mehr und mehr auf Überwachungspolitik und staatliche Repression setzen.

Die SAV ist der Ansicht, dass gegen jede Verschlechterung und für jede Verbesserung gekämpft werden muss – nicht vereinzelt, sondern gemeinsam und organisiert. Dafür ergreifen wir Initiativen und sind aktiv in der Partei DIE LINKE, im Jugendverband Linksjugend [‘solid], in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen.

Die Reichen und Superreichen haben viele Parteien. Die Arbeiterklasse (darunter verstehen wir alle Menschen, die heute, in Zukunft oder in der Vergangenheit ihre Arbeitskraft verkaufen mussten, also Lohnabhängige, Erwerbslose, RentnerInnen, der Großteil der SchülerInnen und Studierenden) braucht auch eine starke Partei, die ihre Interessen politisch zum Ausdruck bringt. Die SAV setzt sich aktiv für die Schaffung einer sozialistischen Massenpartei ein, die verschiedene Kämpfe und Bewegungen verbinden und das Ziel einer grundlegenden Veränderung der Gesellschaft in diese hinein tragen kann. Eine solche Partei hätte nichts gemein mit den angepassten, korrupten, pro-kapitalistischen Parteien, die wir heute kennen. Zur Zeit sehen wir in der LINKEN den einzigen ernsthaften Ansatz, die nötigen Debatten über den Aufbau einer solchen Partei zu führen und praktische Schritte dafür zu ergreifen. Deshalb sind wir Teil der LINKEN und engagieren uns in der innerparteilichen Strömung Antikapitalistische Linke (AKL). Unsere Mitglieder treten für eine kämpferische, pluralistische, demokratische und sozialistische LINKE ein. Wir rufen dazu auf, aktives Mitglied in der LINKEN zu werden und gemeinsam mit uns für eine Veränderung der Partei in diese Richtung einzutreten.

SAV-Mitglieder sind ebenso aktiv in den Gewerkschaften, ohne die eine Verteidigung der alltäglichen Lohn- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse nicht möglich ist. Die Führung der DGB-Gewerkschaften hat aber ihren Frieden mit dem Kapitalismus gemacht und setzt darauf, durch Co-Management die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Kapitals zu verbessern. Wir treten für demokratische und kämpferische Gewerkschaften ein, die ihre Forderungen und Ziele nicht an den sogenannten Sachzwängen des Kapitalismus orientieren, sondern bereit sind, den Rahmen der Konkurrenzwirtschaft zu sprengen.

Alle Erfahrungen zeigen: Der Kapitalismus kann nicht zu einer friedlichen und sozial gerechten Gesellschaft umgestaltet werden. Deshalb gilt es, den Kampf für Verbesserungen mit dem Kampf für eine sozialistische Gesellschaft zu verbinden. Nur eine starke und organisierte Bewegung der Lohnabhängigen und Jugendlichen kann den Kapitalismus überwinden und eine neue Gesellschaft gestalten. Sozialismus bedeutet, dass Wirtschaft und Gesellschaft demokratisch durch die arbeitende Bevölkerung kontrolliert und verwaltet werden. Dazu müssen die Banken und Konzerne in öffentliches Eigentum überführt werden. An die Stelle von Konkurrenz und Profitlogik tritt Kooperation und demokratische Planung entsprechend der Bedürfnisse von Mensch und Natur. Das hat nichts mit den stalinistischen Diktaturen zu tun, die in der DDR oder der Sowjetunion existierten. In diesen herrschte eine abgehobene Bürokratie über die Bevölkerung.

Sozialismus kann nur international erreicht werden. Die SAV tritt für internationale Solidarität und Gegenwehr ein. Wir sind Teil der sozialistischen Organisation „Komitee für eine Arbeiterinternationale“ (CWI – Committee for a Workers’ International), die in über 45 Ländern der Welt aktiv ist. Um den Kapitalismus erfolgreich stürzen zu können, müssen die Lehren aus den Siegen und Niederlagen der Arbeiterbewegung und entsprechende Schlussfolgerungen gezogen werden. Die Revolutionen und Aufstände in Nordafrika haben gezeigt: Spontan können Massenbewegungen Herrscher stürzen und revolutionäre Situationen auslösen. Erfolgreiche und dauerhafte Veränderungen der Macht- und Eigentumsverhältnisse sind jedoch nur möglich, wenn die Massen über eine schlagkräftige Organisation verfügen. Nötig ist eine internationale marxistische Kraft, die diese Ideen in die Linke und die Arbeiterbewegung trägt, dort Wurzeln schlägt und sich auf die anstehenden Kämpfe bewusst vorbereitet. Eine solche Organisation wollen wir aufbauen. Diskutier mit uns, werde selber aktiv und schließe dich der SAV und dem CWI an!